Start Allgemein Consilium Green Energy GmbH kann man das “isoliert betrachten”?

Consilium Green Energy GmbH kann man das “isoliert betrachten”?

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Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Nein, aus unserer Sicht ganz klar nicht. Man muss sich das gesamte Unternehmenskonstrukt rund um diese GmbH einmal genauer anschauen.

Hierzu zählen wir nachfolgende Unternehmen:

Consilium Erneuerbare Energien eG

02.12.2013

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Vorstand: Erol Kiris, Matthias Wörmann · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

Consilium Finanzmanagement AG

01.09.2008

Neu­ein­tra­gung · Vorstand: Erol Kiris · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

Consilium Green Energy GmbH

01.03.2018

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

Consilium Komplementär GmbH

16.02.2021

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

Consilium Project GmbH

10.04.2019

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

Consilium Solar Portfolio GmbH

04.06.2020

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

Consilium Verwaltung GmbH

25.11.2019

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

Erneuerbare Energien Verwaltung GmbH

18.05.2016

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

Greeno Solarprojekt 1 GmbH

20.11.2018

Anschrift · Sitzverlegung: Greeno Solarprojekt 1 GmbH · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

09.10.2018 beim Amtsgericht Nürnberg

Geschäftsführer: Erol Kiris · Nicht mehr Geschäftsführer (3 Personen)

Greeno Solarprojekt 2 GmbH

08.11.2018

Anschrift · Sitzverlegung: Greeno Solarprojekt 2 GmbH · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

18.10.2018 beim Amtsgericht Nürnberg

Geschäftsführer: Erol Kiris · Nicht mehr Geschäftsführer (3 Personen)

Greeno Solarprojekt 3 GmbH

09.10.2018

Anschrift · Sitzverlegung: Greeno Solarprojekt 3 GmbH · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

02.10.2018 beim Amtsgericht Nürnberg

Geschäftsführer: Erol Kiris · Nicht mehr Geschäftsführer (3 Personen)

Kiris Beteiligungen GmbH

07.10.2019

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

Solar Portfolio 1 GmbH

21.10.2019

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

Solar Portfolio 2 GmbH

22.10.2019

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Geschäftsführer: Erol Kiris · Ge­sell­schafts­ver­trag

Solar Portfolio 3 GmbH

20.10.2020

Neu­ein­tra­gung · Anschrift · Geschäftsführer: Erol Kiris · Kapital · Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand · Ge­sell­schafts­ver­trag · Ver­tre­tungs­re­ge­lung

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Besonders sensibilisiert sind wir hier natürlich aus dem Vorgang Geno Wohnbaugenossenschaft eG. Jene Genossenschaft die das Kapital der Genossen dann oft in “zweifelhafte Projekte” investiert hatte, dann letztlich auch Pleite ging.

Ob das hier möglicherweise auch zu befürchten ist, das wissen wir nicht, aber als Investor und als Berater wäre ich zumindest so lange  Vorsichtig, bis das Unternehmen die Situation mit der BaFin geklärt hat. Je schneller je besser.

Schaut man sich die letzte im Unternehmensregister hinterlegte Bilanz der Genossenschaft an, dann sehen wir da schon Parallelen vom Konzept her. Auch das der Vorstand da eine eigene Beteiligungsgesellschaft betreibt, auch das wird man sicherlich kritisch sehen müssen.

Consilium Erneuerbare Energien eG

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

L a g e b e r i c h t
für das Geschäftsjahr 2019

der

Consilium Erneuerbare Energien eG

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Grundlage des Unternehmens

Sitz der Genossenschaft ist Stuttgart, die Genossenschaft ist eingetragen im Genossenschaftsregister Stuttgart unter der Nummer GnR 720108. Die Genossenschaft wird vertreten durch ihre Vorstände, Herrn Erol Kiris und Matthias Wörmann.

Der Unternehmensgegenstand der Genossenschaft besteht in der Förderung von Erneuerbaren Energien durch

a) Beratung,
b) Erbringung von Dienstleistungen,
c) Projektentwicklung und Projektfinanzierung,
d) Errichtung, Betrieb und Betreuung von Anlagen zur Erzeugung und Speicherung von regenerativer Energien,
e) Kauf und Verkauf von Anlagen,
f) Absatz der gewonnenen Energie in Form von Strom und /​ oder Wärme,
g) Beteiligung an Projektgesellschaften, sofern damit eine operative Tätigkeit verbunden ist.

2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist im Berichtsjahr 2019 die weltweite Wirtschaft um 2,9 % gewachsen. Gegenüber dem Jahr 2018 entspricht das einem Rückgang um 0,9 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland hat im Jahr 2019 nur um 0,6 % zugelegt – nach 1,5 % im Vorjahr. Das jährliche Photovoltaik-Zubauziel der Bundesregierung wurde 2019 übertroffen, die Ziele der Energiewende bleiben jedoch in weiter Ferne. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland Solarkraftwerke mit einer Nennleistung von 3,90 GW installiert, nach 2,81 GW im Vorjahr. Der Entwurf der Bundesregierung zum Klimaschutzprogramm vom 09.10.2019 sieht ein Ausbauziel von insgesamt 98 GW Photovoltaik bis 2030 vor. Dazu ist ein stetiger jährlicher Photovoltaikzubau von ca. 5 GW notwendig.

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2019 sind gegenüber dem Vorjahr die Umsätze um rd. EUR 2.995.519 gestiegen. Sie betrugen in 2019 EUR 4.560.243 gegenüber 2018 EUR 1.564.724

Aufgrund der Volatilität der Nachfrage nach Geschäftsanteilen an unserer Genossenschaft nehmen wir Abstand von fixen Verträgen mit unseren Projektpartnern.

4. Geschäftsergebnis

Es ist uns gelungen unseren Umsatz um ca. 291 % zu steigern da wir neben der Errichtung und Betrieb von Photovoltaikanlagen auch den Kauf und Verkauf von Anlagen begonnen haben. Mit dem Verkauf von Photovoltaik-Einzelanlagen konnten wir somit Erlöse in Höhe von EUR 2.973.143 erzielen. Die Umsätze mit der Erbringung von Projektmanagement haben sich dabei um EUR 156.301 auf EUR 351.933 reduziert. Die Stromerlöse der Solarkraftwerke, die sich im Eigentum der Genossenschaft befinden, sind von rund EUR 1.056.489 in 2018 auf EUR 1.235.167 angestiegen.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in 2019 beträgt EUR1.095.307 (Vorjahr:EUR 972.148). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ergab EUR 1.839.126(Vorjahr: EUR1.542.304).

Die Genossenschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR615.645 (Vorjahr: EUR 550.562). Der Bilanzgewinn beläuft sich auf EUR603.736 (Vorjahr: EUR 540.105). Insgesamt hat sich das Geschäftsjahr für die Genossenschaft nicht so entwickelt wie geplant, da sich unter anderem die Lieferzeiten von Trafostationen signifikant verlängert haben. Dadurch erfolgte der Netzanschluss unserer neuen Photovoltaikanlagen zu einem späteren Zeitpunkt. Des Weiteren haben sich einige Umsätze in das Jahr 2020 verschoben.

5. Produktion

Das Solaranlagenportfolio im Eigenbestand umfasst zum 31. Dezember 2019 insgesamt 26 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 15.352,890 kWp. Zusätzlich befinden sich im Eigentum von Tochtergesellschaften weitere 10 Photovoltaikanlagen. Somit haben wir bereits 36 Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtleistung von 26.341,990 kWp (EEG-konforme Inbetriebnahme) realisiert. Die Solarkraftwerke befinden sich alle in Deutschland.

Die Geschäftstätigkeit der Genossenschaft unterliegt saisonalen Einflüssen, was zu Schwankungen in den Umsätzen und Ergebnissen im Verlauf des Jahres führt. Vor allem sind die Monate April bis September eher umsatzstärker als die Herbst- und Wintermonate.

6. Beschaffung

In 2019 konnten wir die Beziehungen zu unseren Lieferanten weiter vertiefen und neue Geschäftsbeziehungen aufbauen.

Aufgrund der jahrelangen Knappheit an Photovoltaik-Projekten sind die Beziehungen zu Projektierern besonders wichtig. Hierbei konnte die Zusammenarbeit mit den bestehenden Hauptlieferanten ausgebaut und neue Lieferanten qualifiziert werden.

7. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in technische Anlagen und Maschinen in Höhe von EUR 3.209.496 – davon EUR 1.851.791 für noch in Bau befindliche Anlagen – getätigt. Diese umfassten im Wesentlichen Photovoltaikanlagen.

Außerdem wurde am 17.10.2019 die Consilium Verwaltung GmbH gegründet und am 29.11.2019 eine Beteiligung an der Solar Portfolio 1 GmbH zu Anschaffungskosten von EUR 2.088.474 erworben.

8. Finanzierungsmaßnahmen

Die Investitionen wurden durch Hausbankdarlehen, sowie aus dem Cashflow finanziert.

9. Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2019 waren neben dem ehrenamtlichen Vorstand zwei weitere geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer tätig.

B. Darstellung der Lage (§ 289 Abs. 1 HGB)

1. Vermögenslage

Das Eigenkapital der Genossenschaft beläuft sich auf EUR 23.097.401 (Vorjahr: EUR 17.463.345) und beträgt, gemessen an der Bilanzsumme 60,2% (Vorjahr: 65,2%).

Die Anlagenintensität (Sachanlagen) beträgt in Relation zur Bilanzsumme 56,5% (Vorjahr: 71,8%).

Anlagevermögen (Sachanlagen) EUR 21.706.376
Bilanzsumme EUR 38.401.511

Die Aufnahme des Vertriebs von Photovoltaik-Einzelanlagen führte im Bereich des
Umlaufvermögens (Vorratsvermögen) zu einer Erhöhung von EUR 5.649.604.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar:

2019 2018
Fremdkapital Bilanzsumme

Fremdkapitalquote in %

39,9 34,9
Umlaufvermögen Gesamtvermögen

Umlaufintensität in %

25,9 11,9
flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen kurzfristige Verbindlichkeiten

Liquidität 2. Grades in %


Ursache: kurzfristige Darlehensaufnahme

109,06

598,00

2. Finanzlage

Die Liquidität der Genossenschaft war im Berichtszeitraum stets gewährleistet.

Durch den Eintritt von saldiert 262 Mitgliedern haben sich die Geschäftsguthaben gegenüber dem Vorjahr um EUR 5.233.000 und die Kapitalrücklage um EUR 268.650 erhöht.

Die Finanzierung der Investitionen in neue PV-Anlagen erfolgte teilweise durch Darlehen. Hierfür wurden im Geschäftsjahr 2019 EUR 3.785.000 neu aufgenommen. Für die Finanzierung der im Vorratsvermögen befindlichen PV-Anlagen wurde ein kurzfristiger Kredit von EUR 3.000.000 aufgenommen. In Höhe von EUR 544.735 wurden bestehende und neue Darlehen getilgt.

3. Ertragslage

Die Ertragsanalyse des Unternehmens wird anhand einer Rentabilitätsanalyse dargestellt.

Eigenkapitalrentabilität:



Jahresüberschuss

EUR 615.645_​
Eigenkapital
EUR 23.097.401
x 100 = 2,66 % (Vj 3,15 %)

Die Eigenkapitalrentabilität in % entspricht der Verzinsung des im Betrieb eingesetzten Eigenkapitals.

Gesamtkapitalrentabilität:

Jahresüberschuss + FKZ

EUR 615.645 + 238.960
Bilanzsumme
EUR 38.401.511

x 100 = 2,22 % (Vj 2,71 %)

Die Gesamtkapitalrentabilität in % entspricht der internen Verzinsung des im Betrieb eingesetzten Gesamtkapitals.

Der Rückgang der Rentabilitätskennzahlen ist darauf zurückzuführen, dass die Solarkraftwerke nicht rechtzeitig ans Netz angeschlossen werden konnten beziehungsweise das Vorratsvermögen für die Photovoltaik-Einzelanlagen aufgebaut wurde und dadurch Umsätze im Kalenderjahr 2019 nicht wie geplant realisiert wurden.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Entwicklung 2020 und Ausblick

Das Wachstum der Weltwirtschaft wird sich voraussichtlich gegenüber dem Berichtsjahr nur moderat fortsetzen. Die Wachstumsaussichten werden derzeit von weltpolitischen Konflikten, protektionistischen Tendenzen und weiterhin turbulenten Finanzmärkten belastet.

Die IEA geht in ihrem World Energy Outlook davon aus, dass nahezu 60 % des Weltenergieverbrauchs im Jahr 2040 aus erneuerbaren Energiequellen stammen wird, die Hälfte davon aus Solar- und Windenergie. Aufgrund erwarteter weiterer Kostensenkungen wird Solarstrom nach Einschätzung der IEA dann ohne Subventionen wettbewerbsfähig sein.

Begünstigt wird diese Entwicklung durch weiterhin deutlich sinkende Kosten der PV-Stromerzeugung. Hierdurch kann in einer Vielzahl von weiteren Ländern die Netzparität erreicht werden. Weitere Voraussetzungen für den prognostizierten Bedeutungszuwachs sind Anreize durch entsprechende politische Rahmenbedingungen einschließlich der Verteuerung von CO2-Emissionen sowie steigende Preise für fossile Energieträger. Weitgehende Einigkeit besteht unter den Analysten, dass in Deutschland noch erhebliche Potenziale zum weiteren Ausbau der Photovoltaik bestehen. Der Vorstand teilt die positiven Erwartungen für den Photovoltaikmarkt.

Der Bundestag hat am 18.6.2020 entschieden, den Solardeckel im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu streichen. Schon lange wurde darum gestritten, den Förderdeckel von 52 Gigawatt installierter Leistung aufzuheben. Er wäre vermutlich im Juli 2020 erreicht worden. Für die Genossenschaft bedeutet die Streichung des Solardeckels, dass neu installierte Photovoltaikanlagen bis 750 kWp Leistung weiterhin einen garantierten Vergütungssatz für den grünen Strom erhalten, auch wenn die Marke von 52 Gigawatt erreicht ist. Der bisher existierende “Solardeckel” wirkte wie eine künstliche Marktbremse und behinderte den Ausbau der klimafreundlichen Solarisierung. Jetzt haben auch wir diesbezüglich wieder Planungssicherheit.

Mit unserem Fokus auf Solaranlagen mit einer Gesamtleistung bis 750 kWp sehen wir uns gut aufgestellt.

Der Markt für Freiflächen-Photovoltaik-Projekte gewinnt in Deutschland zurzeit deutlich an Dynamik. Gründe dafür sind die PV-Sonderausschreibungen und steigende PV-Marktwerte. Die Ausschreibungsmengen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen über 750 kWp liegen für den Zeitraum 2019 bis 2021 bei insgesamt 4,4 GW. Diese Entwicklungen können mit den richtigen Analysen effektiv in Chancen gewandelt werden. Deshalb werden wir in Zukunft auch Freiflächen-Projekte umsetzen, die an der Ausschreibung teilgenommen und einen Zuschlag erhalten haben. Für die Folgejahre wird auch in diesem Segment ein weiteres Wachstum angestrebt.

Risiken und Risikomanagement

Die Genossenschaft ist vielfältigen Risiken ausgesetzt. Zur rechtzeitigen Erkennung dieser Risiken, ihrer Ursachen, ihrer Bewertung und ihrer Vermeidung oder mindestens ihrer Minimierung wurde ein Risikomanagementsystem entwickelt, welches in das Planungssystem des Unternehmens integriert wurde. Für jedes identifizierte und als erheblich bewertete Risiko werden Maßnahmen zu seiner Abwendung oder Verringerung eingeleitet.

Unsere Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Situation des Berichtsjahres für unser Unternehmen haben wir im Punkt A 1. dargestellt. Negative Auswirkungen, die mittelbar oder unmittelbar unser Unternehmen betreffen, können sich insbesondere dadurch ergeben, dass geopolitische Spannungen und Konflikte sowie Turbulenzen auf den Finanzmärkten das Wachstum der Weltwirtschaft längerfristig schwächen.

Branchenrisiken

Bei Unternehmen, die Photovoltaikanlagen planen, projektieren und betreiben, können sich Risiken aufgrund technisch und logistisch komplexer Sachverhalte sowie gesetzlicher Vorschriften/​Beschränkungen ergeben. Auch Klagen gegen Projekte können ein Risiko darstellen. Hinzu kommen politische Faktoren wie z.B. nationale Förderprogramme und Ausbauziele. Den Branchenrisiken begegnet die Gesellschaft vor allem durch unternehmensstrategische, leistungswirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Maßnahmen.

Beschaffungsrisiken

Im Berichtsjahr ist die Nachfrage nach Photovoltaik-Projektrechten gestiegen. Diese Entwicklung wird sich in 2020ff voraussichtlich fortsetzen. Eine gezielte Auswahl unserer potentiellen Lieferanten, soll die Risiken, dass wir Photovoltaik-Projekte von Projektentwicklern nicht erhalten, minimieren.
Produktrisiken

Produktmängel verursachen das Risiko von Haftungsansprüchen und die Notwendigkeit kostenträchtiger Austauschmaßnahmen. Solchen Risiken begegnen wir mit sorgfältiger Produktentwicklung und entsprechendem Qualitätsmanagement. Zusätzlich reduzieren wir die Auswirkungen dieser Risiken durch Versicherungsverträge und sonstige Vorsorgemaßnahmen. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass für Produkthaftungsansprüche Aufwendungen entstehen, welche die dafür gebildeten Vorsorgen überschreiten. Schadens- und Haftungsrisiken und die damit verbundenen finanziellen Folgen werden soweit wie möglich durch Versicherungen limitiert. Die Genossenschaft ist bestrebt, mögliche Risiken aus Lieferverzug oder Gewährleistung vertraglich zu begrenzen. Allen sonstigen rechtlichen Risiken begegnet die Genossenschaft durch eine umfassende rechtliche Beratung. Sonstige rechtliche Verfahren, aus denen sich negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Vermögenslage ergeben können, sind nicht anhängig.

Personalrisiken
Die Genossenschaft hat im Berichtszeitraum neben dem ehrenamtlichen Vorstand zwei weitere geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer.

IT-Risiken

Zur Minimierung der Risiken eines Systemausfalls, wurden diverse Sicherheitssysteme umgesetzt. Dazu gehören u. a. Notfallpläne und unterbrechungsfreie Stromversorgungen kritischer Systeme, Back-up-Systeme sowie Datenspiegelungen. Um die Datensicherheitsrisiken durch unberechtigte Zugriffe auf die IT-Systeme zu reduzieren setzen wir u. a. Firewallsysteme und Virenscanner ein.

Preisänderungsrisiken

Das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien – Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt für jede Photovoltaikanlage einen anzulegenden Wert in Cent pro Kilowattstunde für den erzeugten Strom, der die Gesamtvergütung darstellt. Dieser Wert ist gemäß dem EEG für 20 Jahre plus das Jahr der Inbetriebnahme fixiert. Zur Absicherung von Strompreisschwankungen bei der Direktvermarktung hat der Gesetzgeber die Marktprämie eingeführt. Die Höhe des durchschnittlichen monatlichen Marktpreises an der Strombörse zuzüglich der Marktprämie entspricht dabei exakt der Höhe der fixen EEG-Vergütung vor der Direktvermarktung.

Ausfallrisiken

Die Forderungen aus dem Stromverkauf bestehen überwiegend gegen Energieversorger. Wir schätzen das Ausfallrisiko als gering ein. Unser Hauptpartner ist die MVV Energie AG (MVV) in Mannheim. Mit aktuell rund 6.100 Mitarbeitern, einem Umsatz von EUR 4 Mrd. und einem Eigenkapital von EUR 1,5 Mrd. im Geschäftsjahr 2019 ist die MVV eines der führenden Energieunternehmen in Deutschland. Die Stadt Mannheim hält 50,10 % und die EnBW 28,76 % der Aktien.

Liquiditätsrisiken

Die Liquidität ist durch Kreditlinien sowohl im kurz- als auch im langfristigen Bereich ausreichend gesichert. Zahlungsbereitschaft war jederzeit gegeben.

Gesamtbewertung

Die Gesamtrisikosituation der Gesellschaft wird im Rahmen des erläuterten Risikomanagements analysiert und gesteuert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung

Mit der ständig zunehmenden Systemverantwortung steigen die Risiken für die Gesellschaft hinsichtlich Nachbearbeitung und Gewährleistungsverpflichtungen deutlich an. Versicherungsverträge der Gesellschaft werden deshalb ständig den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Wie jedwede in die Zukunft gerichtete Aussage sind Prognosen mit bekannten und unbekannten Unsicherheiten behaftet, die dazu führen können, dass das tatsächliche Ergebnis von der Prognose erheblich abweicht.

Prognose

Virus-Epidemien die sich global ausbreiten, wie beispielweise der Coronavirus, können wirtschaftliche Auswirkungen auf das operative Geschäft der Genossenschaft haben. Bei einem längeren Anhalten oder einer Verschärfung der aktuellen Ausbreitung der COVID-19-Pandemie sind weitere Beeinträchtigungen nicht auszuschließen. Infolge von Erkrankungen Dritter oder Unterbrechung von Lieferketten könnte sich die Fertigstellung von in Bau befindlichen PV-Anlagen insgesamt verzögern. Ob sich die Zahl für Akquisitionen von Solar-Projekten verringern wird, ist derzeit nicht abschätzbar und daher nicht abschließend quantifizierbar.

Für das Geschäftsjahr 2020 wird ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR1.000.000 geplant.

D. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrieren sich viele Aktivitäten darauf, die veränderten energiepolitischen Weichenstellungen durch anwendungsbezogene Projekte, die auf nachhaltiges Wirtschaften und den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien abzielen, aktiv zu begleiten.

E. Gezahlte Vergütungen

An Mitarbeiter wurden insgesamt Gehälter in Höhe von EUR 3.900 bezahlt. Vergütungen an Vorstand und Aufsichtsrat erfolgten durch die Genossenschaft nicht.

Stuttgart, im Oktober 2020

gez. Erol Kiris und Matthias Wörmann

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile 153.300,00 72.000,00
B. Anlagevermögen 27.438.254,11 22.853.903,02
I. Sachanlagen 21.706.375,74 19.240.698,45
II. Finanzanlagen 5.731.878,37 3.613.204,57
C. Umlaufvermögen 9.931.083,16 3.186.267,71
I. Vorräte 5.649.603,82 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.425.346,46 1.969.391,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 66.172,00 44.532,36
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.856.132,88 1.216.875,88
D. Rechnungsabgrenzungsposten 878.873,43 675.959,60
Bilanzsumme, Summe Aktiva 38.401.510,70 26.788.130,33

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 23.097.401,36 17.463.345,00
I. Geschäftsguthaben der Genossen 21.291.000,00 16.021.000,00
1. der verbleibenden Mitglieder 21.251.000,00 16.018.000,00
2. der ausscheidenden Mitglieder 40.000,00 3.000,00
II. Kapitalrücklage 1.069.700,00 801.050,00
III. Ergebnisrücklagen 132.965,81 101.190,25
IV. Bilanzgewinn 603.735,55 540.104,75
B. Rückstellungen 25.335,42 222.720,38
C. Verbindlichkeiten 15.278.773,92 9.102.064,95
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 6.401.407,49 3.658.706,30
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.877.366,43 5.443.358,65
Bilanzsumme, Summe Passiva 38.401.510,70 26.788.130,33

1. Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zum Unternehmen

Firma: Consilium Erneuerbare Energien eG
Sitz: Stuttgart
Datum des Registereintrags: 26.11.2013
Registergericht: Amtsgericht Stuttgart
Register-Nummer: 720108

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Consilium Erneuerbare Energien eG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen für Genossenschaften und die Bestimmungen der Satzung zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Genossenschaft.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich an den handelsrechtlichen Vorschriften ausgerichtet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung aufgestellten Abschreibungstabellen oder der entsprechenden gewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Genossenschaftsanteile (langfristiger Verbleib)

Volksbank Stuttgart eG Euro 250,00
GLS Bank eG Euro 61.700,00

Die Genossenschaftsanteile wurden jeweils mit den Anschaffungskosten bewertet.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Stand 31.12.2018 Zugang 2019 Stand 31.12.2019
Euro Euro Euro
Greeno Solarprojekt 1 GmbH 1.282.219,75 1.282.219,75
Greeno Solarprojekt 2 GmbH 1.213.377,35 1.213.377,35
Greeno Solarprojekt 3 GmbH 1.060.857,47 1.060.857,47
Solar Portfolio 1 GmbH 2.088.473,80 2.088.473,80
Consilium Verwaltung GmbH 25.000,00 25.000,00
3.556.454,57 2.113.473,80 5.669.928,37

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Forderungen und Wertpapiere wurden zu Nennwerten bewertet. Für am Stichtag erkannte Einzelrisiken sowie allgemeine Ausfall- und Kreditrisiken wurden, soweit erforderlich, Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgenommen.

Die Bewertung des Kassenbestandes sowie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zum Nominalbetrag.

Die Bewertung der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte ebenfalls zu Nennwerten. Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden Auszahlungen /​ Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand /​ Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Geschäftsguthaben ist zum Nennbetrag bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Soweit Rückstellungen auf Grund der Anwendung des § 253 HGB auf- oder abzuzinsen waren, sind die Erträge bzw. Aufwendungen hieraus in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten “Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/​Aufwendungen” ausgewiesen.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sofern die Tageswerte am Stichtag über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Rücklagenspiegel

31.12.2019 31.12.2018
Gesetzliche Rücklage Euro Euro
Anfangsbestand 101.190,25 72.763,68
Einstellung aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr 31.775,56 28.426,57
Endbestand 132.965,81 101.190,25

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von Euro 19.865,65 (Vorjahr: Euro 17.969,56) enthalten.

Verbindlichkeitsspiegel (nach Restlaufzeiten gegliedert)

Bezeichnung davon mehr
bis 1 Jahr größer 1 Jahr als 5 Jahre gesamt
Euro Euro Euro Euro
Verbindlichkeiten geg. Kreditinstituten 3.679.887 11.353.175 8.488.998 15.033.062
Verbind. L+L 127.321 0 0 127.321
Verbindl. Steuern u. Abgaben
Sonstige Verbindl. 118.391 0 0 118.391
3.925.599 11.353.175 8.488.998 15.278.774

Die Verbindlichkeiten geg. Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Photovoltaik-Anlagen besichert.

Sonstige Verpflichtungen aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten

Gem. § 285 Nr. 3a HGB bestehen folgende sonstigen Verpflichtungen (soweit nicht in der Bilanz ausgewiesen):

Verpflichtungen aus mehrjährigen Dauerschuldverhältnissen (Miete, Pacht, Leasing etc.) Euro 220.000,00.

– Nutzungsvertrag Jühnsdorf Verpflichtung p.a. Euro 10.000,00; Laufzeit bis 31.12.2042

Des Weiteren bestehen Bestellobligen i.H.v. Euro 266.804,81.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 2.

Sonstige Pflichtangaben

Ergänzende handelsrechtliche Angabepflichten für Genossenschaften:

Die Genossenschaft wurde am 25.10.2013 mit 6 Mitgliedern gegründet und nahm am 01.02.2014 die Geschäftstätigkeit auf.

Mitgliederbewegungen, Geschäftsguthaben und Haftsumme

Zahl der Mitglieder Anzahl der Gesellschaftsanteile
Anfang 2019 1.005 16.018
Zugang 2019 275 5.507
Abgang 2019 13 274
Ende 2019 1.267 21.251

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr 2019 um insgesamt Euro 5.233.000,00 erhöht. Der Geldfluss i.H.v. Euro 5.079.700,00 erfolgte im Zeitraum Januar bis De- zember 2019, die noch ausstehende Einzahlung auf Geschäftsanteile i.H.v. Euro 153.300,00 ist in 2020 zugeflossen.

Das Mindestkapital beträgt Euro 14.416.200,00.

Die Genossenschaft gehört folgendem Prüfungsverband an:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V.
Heilbronner Str. 41
70191 Stuttgart

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr aus folgenden Personen (Zeitraum 5 Jahre):

Herrn Erol Kiris, Stuttgart
Herrn Matthias Wörmann, Köln

Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr aus folgenden Personen:

Herrn Sven Predeschly (Vorsitzender)
Herrn Boris Fahle (stellvertretender Vorsitzender)
Frau Dr. Uta Hessbrüggen

Unterschrift der Vorstände

Stuttgart, 28. Oktober 2020
Herrn Erol Kiris

Herrn Matthias Wörmann

sonstige Berichtsbestandteile

Stuttgart, den 30.10.2020 gez. Erol Kiris und Matthias Wörmann

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.10.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Consilium Erneuerbare Energien eG, Stuttgart
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Consilium Erneuerbare Energien eG (im Folgenden “Genossenschaft”) – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des Gesetzes über Vermögensanlagen (VermAnlG) und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 25 VermAnlG in Verbindung mit § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 25 VermAnlG und § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt “Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts” unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des VermAnlG in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 25 VermAnlG und § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichenVertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 6. November 2020

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Wanner
Wirtschaftsprüfer

 

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