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Massvolle Versüßung

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Bier | © 5671698 (CC0), Pixabay

Der Konsum zuckergesüßter Getränke ist nachweislich ein besonders relevanter Risikofaktor für die Entstehung von Übergewicht. Die Zuckerreduktion in dieser Produktgruppe ist deshalb besonders bedeutend, sie geht in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern wie Großbritannien aber zu langsam voran. Dabei wünschen sich Verbraucherinnen und Verbraucher mehrheitlich, dass der Einsatz von Zucker in Fertiglebensmitteln reduziert wird. Im Juli hatte auch die von der Bundesregierung eingesetzte Zukunftskommission Landwirtschaft in ihrem Abschlussbericht unter anderem die Einführung von Abgaben auf Zucker, Fett oder Salz empfohlen.

Um die Zuckerreduktion in Getränken zügig voranzubringen und damit einen Beitrag zu einer gesünderen Ernährungsumgebung und einem ausgewogeneren Lebensmittelangebot zu leisten, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv):

  • Die Einführung einer Herstellerabgabe, die proportional zum Zuckergehalt der Getränke ansteigt (Süßgetränkeabgabe) und damit, aufbauend auf die Ziele der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie der Bundesregierung, einen zusätzlichen Anreiz zur zügigen Zuckerreduktion setzen kann. Ein Ersatz von Zucker durch Süßstoffe sollte dabei nicht befördert werden, deshalb muss deren Einsatz in die Abgabe einbezogen werden. Ziel muss es sein, das geschmackliche Süßlevel und den Zuckergehalt der Produkte zu senken.
  • Zusätzlich generierte staatliche Einnahmen aus der Abgabe sollten in die Förderung von Ernährungsbildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche und gesunder Schul- und Kitaverpflegung fließen.
  • Die Süßgetränkeabgabe sollte Teil eines Maßnahmenmixes zur Förderung eines gesünderen Lebensmittel- und Getränkeangebots und gesunder Ernährungsgewohnheiten sein. Dazu gehören ein verbindlicher Nutri-Score, die Beschränkung des an Kinder gerichteten Marketings, eine umfassende Ernährungsbildung und -aufklärung, verbindliche Standards für eine gesunde Schulverpflegung, die Förderung niederschwelliger, kostenloser Trinkwasserangebote im öffentlichen Raum und in Schulen sowie die ambitionierte Weiterführung der Reduktionsstrategie für Zucker, Salz und Fett in Fertiglebensmitteln.
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